SEO & GEO Glossar · 24. Juni 2026
Bilder-SEO: Dateigrösse, Alternativtext und was tatsächlich zählt
Bilder sind auf den meisten Websites der grösste einzelne Ladezeitposten – und gleichzeitig ein Kanal, über den Besucher kommen, den kaum jemand bewusst bearbeitet.
Zuerst: die Dateigrösse
Der wirksamste Eingriff ist banal und wird trotzdem regelmässig ausgelassen: Bilder in der tatsächlich benötigten Grösse ausliefern, in einem modernen Format und mit vernünftiger Komprimierung.
Typischer Befund in Audits: Ein Bild, das in einer Spalte von 600 Pixeln Breite dargestellt wird, liegt in 4000 Pixeln Breite und mehreren Megabyte auf dem Server. Auf einer mobilen Verbindung entscheidet ein solches Bild allein über Bleiben oder Abbrechen.
Die Checkliste
- Moderne Formate verwenden, mit Rückfalloption für ältere Browser
- Bildbreite an die tatsächliche Darstellung anpassen, mehrere Grössen ausliefern
- Breite und Höhe im Markup angeben – verhindert Layoutsprünge
- Lazy Loading für Bilder unterhalb der Falz, nicht für das erste sichtbare Bild
- Sprechende Dateinamen statt Kameranummern
- Alternativtext, der beschreibt, was zu sehen ist
Der Alternativtext
Er hat zwei Funktionen: Barrierefreiheit und Einordnung durch Suchmaschinen. Beide verlangen dasselbe – eine sachliche Beschreibung dessen, was das Bild zeigt.
Was nicht funktioniert, ist die Aneinanderreihung von Suchbegriffen. Sie hilft weder Menschen, die auf Vorlesehilfen angewiesen sind, noch der Bewertung. Und was ebenfalls nicht funktioniert: Alternativtexte für rein dekorative Bilder. Dort gehört ein leeres Attribut hin, damit Vorlesehilfen sie überspringen.
Bilder als Sichtbarkeitskanal
Für visuelle Angebote – Handwerk, Gestaltung, Gastronomie, Bau – bringt die Bildersuche relevanten Traffic. Voraussetzung sind eigene Aufnahmen statt Stockmaterial, sprechende Dateinamen, beschreibende Alternativtexte und eine Einbettung in Text, der das Bild einordnet.
Eigene Aufnahmen wirken dabei doppelt: Sie ranken in der Bildersuche besser als lizenzierte Motive, die auf hunderten Websites liegen, und sie sind ein Erfahrungssignal, das ein Modell nicht erzeugen kann.
Was man sich sparen kann
- Bilder-Sitemaps für Websites ohne bildlastiges Angebot
- Alternativtexte für Trennlinien, Symbole und Dekoration
- Umbenennung ganzer Altbestände ohne Traffic
- Aufwendige strukturierte Daten für Bilder ohne kommerziellen Bezug
Häufige Fragen
- Welches Bildformat ist das richtige?
- Ein modernes Format mit guter Komprimierung, ausgeliefert mit Rückfalloption. Wichtiger als die Wahl ist die passende Grösse.
- Braucht jedes Bild einen Alternativtext?
- Jedes inhaltstragende Bild ja. Dekorative Bilder bekommen ein leeres Attribut, damit Vorlesehilfen sie überspringen.
- Lohnt sich eine Bilder-Sitemap?
- Bei bildlastigen Angeboten ja, sonst selten. Für die meisten Unternehmenswebsites ist sie verzichtbar.
Diesen Hebel für dein Wachstum nutzen?
Wir setzen SEO- und GEO-Strategien um, die messbar wirken. Sichere dir ein kostenloses Erstgespräch.