Shopify für einen Markt mit drei Sprachen und einer eigenen Währung
Das System nimmt Technik ab und setzt Grenzen. Bei mehrsprachigen Schweizer Shops liegen die kritischen Punkte bei Märkten, Währung und Weiterleitungslogik.
Shopify ist für viele Schweizer Händler die pragmatische Wahl: gehostet, stabil, mit funktionierendem Kassenprozess. Die Kehrseite sind Vorgaben, die sich nicht verhandeln lassen – bei URL-Strukturen, bei der Behandlung von Tags und Filtern und, besonders folgenreich, bei der Marktkonfiguration. Wer Märkte und Sprachen falsch aufsetzt, erzeugt automatische Weiterleitungen, die verhindern, dass Suchmaschinen die Sprachfassungen überhaupt erfassen. Wir richten das System so ein, dass alle Fassungen indexierbar bleiben und der Schweizer Teil stimmt.
Märkte und Sprachen sauber trennen
Eigene URL-Pfade je Markt, keine automatische Weiterleitung nach Herkunftsland.
Währung korrekt ausgezeichnet
Angezeigte Währung und strukturierte Daten müssen übereinstimmen.
Sammlungen als Rankingebene
Eigenständiger Inhalt statt reinem Produktraster.
Tags und Filter steuern
Shopify erzeugt sonst Tausende indexierbare URLs mit fast identischem Inhalt.
Apps auf Ladezeit geprüft
Jede Erweiterung lädt Code – wir messen den Beitrag jeder einzelnen.
Der teuerste Fehler bei mehrsprachigen Shopify-Shops
Die automatische Weiterleitung nach Herkunftsland. Sie wirkt hilfreich und verhindert, dass Suchmaschinen alle Sprachfassungen erfassen – der Crawler kommt aus einem bestimmten Land und sieht deshalb nur eine Version. Die übrigen Fassungen werden nie indexiert.
Richtig ist ein Hinweis mit Auswahlmöglichkeit statt einer erzwungenen Weiterleitung, kombiniert mit eigenen URL-Pfaden je Markt und vollständiger hreflang-Auszeichnung. Das ist in der Einrichtung mehr Aufwand und die Voraussetzung dafür, dass mehrsprachige Sichtbarkeit überhaupt entstehen kann.
Was Shopify sonst vorgibt
Shopify legt URL-Muster fest, die sich nicht ändern lassen, und macht Produkte zusätzlich über Sammlungspfade erreichbar. Ohne saubere Kanonisierung ist dieselbe Seite mehrfach adressierbar.
Ähnliches gilt für Tags: praktisch für die interne Organisation, gleichzeitig eine Quelle indexierbarer Seiten mit nahezu identischem Inhalt. Wir treffen für jeden Filtertyp eine Entscheidung – indexierbar mit eigenem Inhalt oder ausgeschlossen.
- ✓Kanonisierung für Produkte über mehrere Sammlungspfade prüfen
- ✓Tag- und Filterseiten bewusst indexieren oder ausschliessen
- ✓Sitemap kontrollieren: enthält sie alle Sprachfassungen?
- ✓Strukturierte Daten mit korrekter Währung je Markt
- ✓App-Bestand auf Ladezeitbeitrag messen und bereinigen
Bestehenden Shop übernehmen oder neu bauen
Wir übernehmen bestehende Shops häufiger, als wir neue bauen. Der Grund ist wirtschaftlich: Ein laufender Shop hat Rankings, Bewertungen und Verlinkungen, die ein Neubau gefährdet – bei mehrsprachigen Shops besonders stark.
Wir beginnen mit einer Bestandsaufnahme: Ladezeit, App-Bestand, Marktkonfiguration, Sammlungsstruktur, Indexierungszustand je Sprache. Ein Neuaufbau kommt zur Sprache, wenn das Theme technisch am Ende ist oder die Struktur dem heutigen Sortiment grundlegend widerspricht.
Häufige Fragen
Nicht zwingend. Sauber getrennte URL-Pfade auf einer Domain funktionieren gut und sind deutlich pflegeleichter.
Über Shopifys Marktfunktionen, mit korrekter Auszeichnung in den strukturierten Daten. Angezeigte Währung und Markup müssen übereinstimmen.
Sammlungsseiten und Kassenprozess vollständig, den langen Produktkatalog nicht zwingend. Teilübersetzte Sammlungen schaden allerdings.
Es zählt nicht die Anzahl, sondern der geladene Code. Wir messen den Beitrag jeder App und entfernen, was mehr kostet als es bringt.
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