Mehrere Standorte, mehrere Kantone, ein konsistentes Bild
Lokale Sichtbarkeit skaliert nicht von selbst. Jeder Standort ist ein eigener Markt mit eigenem Profil, eigenen Bewertungen und eigener Konkurrenz.
Für Unternehmen mit mehreren Schweizer Standorten ist Local SEO kein einzelnes Projekt, sondern eine Struktur. Jede Niederlassung braucht ein eigenes Google-Unternehmensprofil, eine eigene Seite mit echtem lokalem Inhalt und eigene Bewertungen. Gleichzeitig müssen alle Standorte dasselbe Unternehmen erkennbar machen – dieselbe Firmierung, dieselbe Schreibweise, widerspruchsfreie Angaben über alle Kantone hinweg. Genau an dieser Gleichzeitigkeit von Eigenständigkeit und Konsistenz scheitern die meisten Mehrstandort-Auftritte.
Ein Profil je Standort
Eigene Adresse, eigene Telefonnummer, eigene Bewertungen – Sammelprofile funktionieren nicht.
Standortseiten mit Substanz
Echter lokaler Inhalt statt ausgetauschter Ortsnamen. Sonst schaden sie mehr, als sie nützen.
Kantonsgrenzen ignorieren
Servicegebiete nach Fahrzeit definieren, nicht nach Verwaltungsgrenze.
Konsistenz über alle Standorte
Firmierung, Schreibweise und Rechtsform identisch – abweichende Angaben schwächen jeden einzelnen Standort.
Bewertungen je Standort
Ein zentraler Prozess, der lokal ausgeführt wird und Bewertungen dem richtigen Profil zuordnet.
Wonach Google im Local Pack sortiert
Google nennt drei Faktoren: Relevanz, Distanz und Bekanntheit. Relevanz ergibt sich aus Profil und Website, Distanz aus dem Abstand zur suchenden Person, Bekanntheit aus Erwähnungen, Bewertungen und organischer Sichtbarkeit.
Für Mehrstandort-Unternehmen ist die Distanz der entscheidende Punkt: Sie ist der Grund, warum ein Standort in Bern für Anfragen aus Basel praktisch keine Rolle spielt. Wer in beiden Städten sichtbar sein will, braucht in beiden eine Präsenz – ein zentrales Profil deckt das nicht ab.
Standortseiten richtig bauen
Die häufigste Fehlkonstruktion sind zwanzig nahezu identische Seiten, bei denen nur der Ortsname wechselt. Solche Seiten ranken nicht, verbrauchen Crawl-Budget und schwächen das Gesamtbild.
Eine Standortseite trägt nur mit eigenem Inhalt:
- ✓Referenzen und Projekte aus der jeweiligen Region
- ✓Besonderheiten des Einzugsgebiets – Wirtschaftsstruktur, typische Anforderungen
- ✓Ansprechpersonen vor Ort mit Namen und Bild
- ✓Konkrete Anfahrts- und Parkierungshinweise
- ✓Öffnungszeiten des jeweiligen Standorts
- ✓Servicegebiet dieses Standorts, nach Fahrzeit definiert
Konsistenz über Kantone hinweg
Je mehr Standorte, desto grösser das Risiko widersprüchlicher Angaben. Ein Standort führt noch die alte Firmierung, ein zweiter eine Adresse von vor dem Umzug, ein dritter eine abweichende Schreibweise mit Bindestrich.
Für Suchmaschinen und generative Systeme entstehen daraus konkurrierende Kandidaten. Wir legen deshalb eine verbindliche Fassung fest – ausgehend vom Handelsregistereintrag – und setzen sie über alle Standorte, Verzeichnisse und Profile hinweg durch. Diese Arbeit ist unspektakulär und wirkt zuverlässig.
Häufige Fragen
Nein. Jeder Standort mit eigener Adresse braucht ein eigenes Profil. Ein Sammelprofil ist für alle Standorte ausser dem eingetragenen praktisch wirkungslos.
Google kennt dafür eine eigene Betriebsart: Die Adresse wird nicht angezeigt, stattdessen definieren Sie Gemeinden oder Postleitzahlen. Die Optimierung läuft ähnlich, der Radius ist anders zu denken.
Wenn sie inhaltlich identisch sind, ja. Mit echtem lokalem Inhalt und klarer interner Verlinkung nicht.
Es gibt keine Zielzahl. Massgeblich ist der Vergleich mit den lokalen Mitbewerbern – und die Aktualität, denn alte Bewertungen wiegen weniger.
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